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Es war ein Sommerabend 2014 als die Idee vom KINDAmag das erste Mal in die Köpfe von Emil und Paul flatterte wie ein Schmetterling. Ganz leicht und leise, wie eben ein Schmetterling so ist. Wir waren seit einem Jahr wieder in Deutschland und bastelten an einem lauen Sommerabend ein kleines Heft in DinA5. Dafür faltete ich Druckerpapier in der Mitte, vernähte die einzelnen Seiten als Rückstich miteinander. Die Kinder malten und klebten. Schließlich diktierten sie mir die passenden Geschichten. Als sie fertig waren, nahmen sie ihr kleines Magazin zum Schlafen mit ins Bett.
Das taten sie ziemlich viele Wochen lang. Jeden Abend rührte es mich, zu sehen, wie ein kleines Heft – notdürftig zusammengenäht und an den Ecken schon ganz verknittert – zu einer Art „Kuscheltier“ und „Schmusedecke“ wurde.

Natürlich waren in dem damaligen Prototyp sehr viele Erinnerung an diesen schönen Abend enthalten. Sicherlich machte der Wunsch, den Sommer, die Ferien und die gemeinsam verbrachten Stunden nie zu vergessen, die Hälfte der Begeisterung aus. Aber die andere Hälfte war die Freude darüber, etwas gemacht zu haben. Gemeinsam etwas erschaffen zu haben. Erlebt zu haben, dass ein Erwachsener viel Zeit investiert, um ihren Ideen und inneren Bildern einen Platz und den Rahmen zu geben, den sie verdient hatten.

„Es wäre schön, wenn wir so ein Büchlein, das glücklich macht, mit ganz vielen anderen Kindern zusammen machen könnten.“

Emil, 2014

So kam also die Idee angeflogen, ganz leicht und leise. Ein Flügelschlag, der bekanntlich einen Tornado auslösen kann. Schmetterlingseffekt nennt man das und wenn man bedenkt, dass dieses Phänomen mit dem unvorhersehbaren Chaos in Verbindung gebracht wird, passt diese Schmetterlings-Methapher noch besser. Denn aus dem Chaos wächst die Kreativität.

In unserem Fall war es also dieser kurze Moment, der ziemlich viel kreative Arbeit nach sich zog und auch das ein oder andere Chaos – in den Köpfen und auf meinem Schreibtisch. Irgendwie konnte ich den Wunsch der Kinder, dieses Magazin wirklich zu machen, nicht abschlagen.  Aber das WIE bereitete mir Kopfzerbrechen, bzw. brauchte das WIE einige Bedenk- und Reifezeit. Im Laufe der Jahre erinnerten mich meine Söhne in regelmäßigen Abständen: „Mama, was ist jetzt mit dem KINDAmag? Wie weit bist du damit? Wann wird das endlich was?“

Sie machten mir nie ein schlechtes Gewissen, aber zwischenzeitlich kam es bei mir trotzdem auf. Vor allem mein Wunsch es absolut 100%ig so zu machen, wie ich mir das als Kind gewünscht hätte und  wie es sich heute meine Söhne wünschten, machte die Sache schwierig. Kinder denken nicht wirtschaftlich, sie denken nicht in Statistiken, nicht in Zielgruppen, nicht in Materialien. Sondern in Idealen.

„Wir fühlen mit dem Kopf und denken mit dem Herzen.“

Paul, 2016

Schnell war klar, dass ein solches Magazin eine soziale Komponente braucht, denn so ein Glückseligkeits-Teil kann nicht nur für die sein, die sich sowieso alles kaufen können. Damals hatten wir gerade selbst am eigenen Leib erlebt, wie schnell man in finanzielle Not gerät, wie schwer das Leben manchmal ist und wie schmerzhaft es sein kann, sich abgehängt zu fühlen. Wir wussten, dass wir aus dieser Situation wieder herausfinden würden, aber genau diese Zuversicht machte uns die Schwere bewusst, die auf denen lasten muss, die diese Zuversicht nicht haben.
Wie auch immer, es war klar, dass das KIDNAmag nicht ohne Solidarität für die existieren kann, denen es gerade nicht so gut geht.
Schließlich kamen wir auf die Idee, die soziale Verantwortung und gleichzeitig auch die Freude darüber „etwas Gutes zu tun“ auf jeden zu übertragen, der das Magazin kauft. Wie schön musste es sein, jemandem etwas zu schenken, wenn man sich selbst etwas Schönes kauft!?

In der Zwischenzeit zogen weitere zwei Mal um, bauten ein Haus um, gründeten cre8th als Firmen-Dach des KINDAmags, gestalteten ein wundervolles Büro, veranstalteten Kinderkurse und fanden einige Kinder, die für uns malten. 2018 starteten wir schließlich die KINDAmag-Chefredaktion.

Seit 2014 sind wir alle älter geworden. Es waren zeitweise wirklich schwere Schritte zu machen. Die Leichtigkeit des Schmetterlings war phasenweise im wahrsten Sinne des Wortes VERFLOGEN. Ich bin sehr beeindruckt, wie hatrnäckig und zielstrebig meine Kinder waren und blieben. Wie großzügig sie auf Zeit mit mir verzichtet haben, damit ich diesen Traum wahr machen kann. Das Schmetterlingsgefühl ist wieder da. Wir hoffen, dass unsere Idee zu euch allen fliegen wird und auch euch mit der großen Begeisterung ansteckt, ohne die wir gar nicht durchgehalten hätten. Sie war nämlich immer da und wir hoffen, ihr könnt sie spüren und selbst erleben, wenn ihr mitmacht.

Glücklich werden kommt von Machen.

Machst du mit?

Wir freuen uns sooooooo sehr auf dich und euch!

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